#94 –Steile These: Kontrolle ist das beste Führungsinstrument

Shownotes

Christian und Holger lassen die Katze direkt aus dem Sack: Es ist völliger Quatsch. In dieser Folge nehmen die beiden die steile These auseinander und schauen differenziert hin: Wo endet verantwortungsvolles Hinschauen, wo beginnt Überwachung? Warum ist die Pflege-Visite keine Mitarbeiterkontrolle, sondern ein Werkzeug für bessere Abläufe? Und weshalb entscheidet die Kommunikation im Onboarding darüber, ob eine Begleitung als Unterstützung oder als Misstrauen ankommt?

Es geht um psychologische Sicherheit und die Angst, Fehler zu machen. Um Software im ambulanten Dienst, deren Routenplanung und Standortübermittlung schnell als Überwachung empfunden wird. Und um eine wahre Geschichte aus einem Pflegedienst mit rund 25 Mitarbeitenden, in dem eingeschaltetes Standort-Tracking einen Mordsaufstand auslöste – und die überraschend einfache Lösung: Ehrlichkeit ermöglichen statt überwachen.

Dazu gibt es konkrete Werkzeuge: die 3-W-Feedbackregel (Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch), der Tipp, vor jedem Feedback um Erlaubnis zu fragen, und klare Ratschläge für Mitarbeitende, die sich kontrolliert fühlen, ebenso wie für Führungskräfte, die ihrer Verantwortung gerecht werden müssen. Eine Folge über Vertrauen, Transparenz und die Frage, wie moderne Führung in der Pflege wirklich gelingt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen beim Pflegedialog Podcast.

00:00:02: Deinem neuen Begleiter für alle, die die Pflegebranche hautnah erleben und mitgestalten möchten!

00:00:08: Deine Gastgeber Holger Ohm Lehrer für Pflegeberufe und Pflegeexperte Und Christian Karl Inhaber einer Consulting-Agentur Nehmen dich mit auf eine Reise durch die Komplexe und sich ständig verändernde Welt der Pflege Ob du selbst in der Pflege arbeitest, einen Angehörigen betreust oder einfach nur an den aktuellen Entwicklungen dieser wichtigen Branche interessiert bist.

00:00:31: Hier bist Du richtig!

00:00:32: Nun geht's los mit der Folge.

00:00:34: Viel Spaß dabei!

00:00:35: Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge.

00:00:37: – Pflegedialog.

00:00:40: Hallo Holger und vielen Dank für die Einladung zu dir nach Hause.

00:00:43: Hallo Christian, freut mich dass du wieder hier bist bei uns.

00:00:46: Super Steilethese Und glaube, wir können die Katze direkt aus dem Sack lassen.

00:00:53: Es ist natürlich völlig Quatsch!

00:00:56: Kontrolle über Wachung Du bist ja jetzt wirklich wöchentlich in so vielen Einrichtungen.

00:01:04: Ist das ein Thema an der Pflege?

00:01:05: Gibt es viele Pflegeeinrichtungen wo in der Führung Kontrolle und Überwachung als Flungsinstrument genutzt wird?

00:01:15: Das sind sehr wenige und das sind die nicht ganz so gerne hingehen.

00:01:21: Das ist ein gemischtes Gefühl habe, weil wir haben heutzutage mündige Mitarbeiter und für mich es für eine Führungsraft ganz wichtig Vertrauen aufzubauen zu den Mitarbeitern und das auch zu zeigen.

00:01:37: Weil wenn ich jetzt, wenn du mal Mitarbeiter wärst dauernd dir auf die Finger gucke.

00:01:40: machst du das richtig?

00:01:43: Dauernd Nachfrage hast Du das schon gemacht?

00:01:47: Wie würdest du dich fühlen, lieber Christian?

00:01:50: Ja überhaupt nicht gut.

00:01:51: Und das spielt ja das Thema psychologische Sicherheit eine elementare Rolle.

00:02:00: Das heißt wenn ich überwacht werde oder wenn ich das Gefühl habe überwachts zu werden oder kontrolliert zu werden dann hab ich natürlich irgendwann Angst Fehler zu machen oder wir passieren Fehler weil irgendwie das Gefühl habe oder schaut mir jetzt extra jemand auf die Finger, ich wäre nervös und schon passieren einfach Flüchtigkeitsfehler.

00:02:25: Wir kennen es alle.

00:02:26: Ja Angst fressen Seele auf.

00:02:30: war glaube ich mein Film in Deutschland.

00:02:33: da passt der Titel

00:02:35: ja naja und die frage ich mich halt auch in diesem Kontext Stelle.

00:02:41: und leider ist es so dass häufig dieses Thema Kontrolle, doch noch sehr gegenwärtig ist.

00:02:50: Ja vor allem wenn wir dahin schauen eine QMB schaut sich Pflegeberichte an.

00:02:57: Ich finde es ist wichtig.

00:02:58: man muss natürlich unterscheiden.

00:03:00: Natürlich muss ich wenn ich einen neuen Mitarbeiter bekomme Schauen passt das?

00:03:07: Natürlich

00:03:08: ja.

00:03:09: Dann dazu muss ich natürlich das ein oder andere kontrollieren oder muss mir was anschauen und so weiter.

00:03:14: Aber es kommt immer darauf an A. Wie kommuniziere ich das von Anfang an?

00:03:19: Und B, was ist meine Intention dahinter?

00:03:21: Ja!

00:03:23: Also und was mache ich dann mit dem Feedback?

00:03:27: Ganz ganz wichtiger Punkt denn du ansprichst Feedback.

00:03:30: Es gibt ja auch die Mitarbeitervisite-Flegevisite wo die Vorgesetzten untergebenen Mitarbeitern, sie begleiten.

00:03:40: Aber das hat ja für mich nichts mit Kontrolle des Mitarbeiters zu tun sondern hat zu gucken zum Beispiel Stimmenabläufe in der Pflege.

00:03:50: Gibt es da Verbesserungspotenzial?

00:03:52: Und dann kann ich den Mitarbeiter hinterher auch sagen, wir haben schon gute Arbeit getan aber der Punkt hättest du vielleicht mal so und so probierst doch einfach mal aus.

00:03:59: also ein positives Feedback geben mit Verbesserungsvorschlägen Das hat für mich aber nichts mit kontrolle in dem Sinne zu tun auch wenn man es als Kontrolle ja bezeichnet, sondern dass das einfach... ich bin natürlich für meinen Bereich auch verantwortlich.

00:04:12: Dass es den Bewohnern oder dem Patienten gut geht und dazu muss sich gucken arbeitet der Mitarbeiter richtig.

00:04:18: aber ich kann nicht gehen sagen hey was machst du da?

00:04:21: Das ist falsch.

00:04:22: vor allem nicht vom Bewohner oder Patienten soll ich mir sagen pass auf das und das hast Du gut gemacht.

00:04:28: hier gibt's noch Verwässungspotenzial Und dann ist das für mich keine Kontrolle Sondern ich helfe dem Mitarbeiter ja auch.

00:04:36: Der wird dann auch selber zufriedener, wenn ich erst mal Ihnen das was er gut gemacht hat auch bestätige und dann Tipps gebe was er vielleicht besser noch machen kann.

00:04:45: Ja und ich finde dass wir natürlich... Ich meine Wir wollen ja hier in dem Podcast auch die unterschiedlichen Perspektiven eben von so einem Thema beleuchten.

00:04:56: Und letztendlich ist es ja genau Das wir müssen es differenziert sehen.

00:05:02: Ich als Führungskraft muss natürlich in gewissen Situationen und bei gewissen Menschen, wo ich nicht weiß okay passt das jetzt schon weil sie vielleicht erst eine Woche bei uns arbeiten oder wie auch immer.

00:05:17: Da muss ich natürlich auch meiner Verantwortung gerecht werden für zum Beispiel die Bewohner oder der Angehörigen.

00:05:27: ja dass sich da einfach drauf schaust ein Auge drauf habe

00:05:30: ist Peter schon in der Lage das eigenverantwortlich durchzuführen oder nicht.

00:05:35: Richtig, ja.

00:05:36: und natürlich kann es dann in einzelnen Momenten erstmal für die neuen Mitarbeiter vielleicht sogar befremdlich sein wenn das in der vollen Einrichtung wo man war überhaupt nicht gegangen gäbe war oder wenn man schon vierzig Jahre Berufserfahrungen hat und sie sagt hey warum ist das jetzt so, ja ich bin doch schon eine gestandene Fachkraft und da plädiere ich halt auch immer dazu, da vielleicht auch ein bisschen sanftmütig zu sein.

00:06:04: Zu sagen gibt doch der Führungskraft an dieser Stelle vielleicht doch mal einen Vertrauensworschuss um sprecht es oft mann und sagt einfach irgendwie... Das gibt mir ein Störgefühl wenn ich fühle mich kontrolliert.

00:06:17: Und dann hat man einen Raum, einen sicheren Raum geöffnet darüber zu sprechen.

00:06:22: Genau im Dialog

00:06:23: war das auch als Kontrolle gemeint.

00:06:25: ja und die Führungskraft hat dann die Möglichkeit Arschstellung zu beziehen?

00:06:30: Ja!

00:06:31: Und sich für die Zukunft da gegebenenfalls auf was anderes einfallen zu lassen weil natürlich will niemand kontrolliert werden so und jede Führungskraft die Alt-Führungsinstrumentkontrolle als Führungsinstrument nutzt.

00:06:48: Ja, die sollte sich in der Zeit Kapselvierzig Jahre zurückversetzen.

00:06:53: ja weil das natürlich nicht sinnvoll ist vor allem auch an der Pflege nicht und deshalb ist es glaube ich sehr sehr wichtig differenziert zu schauen.

00:07:09: Ja, und ich finde Offenheit ist auch ein ganz wichtiger Aspekt.

00:07:13: Wenn ich jetzt zu dir als Mitarbeiter hingehe, dann pass auf, lieber Christian!

00:07:15: Deine Einarbeitung ist jetzt zu Ende.

00:07:19: Wir machen hier im Haus üblicherweise in bestimmten Abständen Mitarbeitervisiten.

00:07:24: Du pflegst heute mal zwei, drei Bewohner sucht ihr auswählen und ich komme dazu.

00:07:28: Dann kann ich das auf der Liste abhaken und dann haben wir das Thema hinter

00:07:32: uns.".

00:07:33: Das ist ganz anders als wenn ich sage, komm, geh mal hin!

00:07:35: Ich komme mit und gucke dir nur auf die Finger.

00:07:38: Ich kann das auch unhauffällig machen.

00:07:39: Kann sagen okay, ich helfe dir auch dabei heute.

00:07:42: Und kann das trotzdem beurteilen deine Leistung?

00:07:45: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt finde ich.

00:07:48: Wie man es dem Kind sagt.

00:07:50: Ja,

00:07:51: und ich... also ah wie man es den Kinder sagt und vor allem wann was dem Kinder sagt?

00:07:56: Also ich glaube wenn man im Onboarding einfach direkt als Führungskraft hingeht und sagt pass auf Es läuft bei uns aber bei uns ist das wie folgt Wir machen dann und an Pflegevisiten da bin ich immer dabei Da ist es auch so dass ich das und das mache.

00:08:12: danach waren wir ein Feedback Gespräch Und dann ist das ja von Anfang an ein Transparent.

00:08:17: Genau!

00:08:18: Ja, und wenn ich dann noch das Reason Why sozusagen erkläre... Wenn ich einfach einfach erkläre warum machen wir das?

00:08:26: Weil es vielleicht doch in unseren Leitbildern so steht.

00:08:31: Weil es einfach eine Haltung von uns ist dass wir uns gegenseitig unterstützen.

00:08:36: Ja, richtig.

00:08:37: Und

00:08:37: dafür muss ich natürlich ein Händchen dafür entwickeln und einen Auge dafür haben.

00:08:43: wo muss ich hinschauen?

00:08:44: bei den einzelnen Mitarbeitern?

00:08:47: Dann ist das glaube ich in Ordnung.

00:08:49: Genau dass wenn der Mitarbeiter weiß warum wie so was sei dann ist er eher bereit das zu akzeptieren und nicht als Störung oder direkte Kontrolle zu empfinden.

00:08:59: Die gucken mir auf die Finger ob ich das überhaupt kann sondern einfach ist es hier üblich bei neuen Mitarbeitern und dann jedes halbe Jahr das zu machen.

00:09:09: Und lass dich nicht stören, sag mir was ich dir helfen kann dabei zum Beispiel wenn du bei dem einen Verbandwechsel ist.

00:09:16: Ich reiche dir auch gerne an, du sagst mir was du haben willst.

00:09:20: Dann wird das auch nicht als störend empfunden sondern ich helfe ja.

00:09:24: Aha!

00:09:24: Du brauchst skirile Tupfer hier bitte schön.

00:09:28: Ja und?

00:09:29: Ich kann mir natürlich vorstellen, ich weiß nicht du bist jetzt noch in vielen Einrichtungen unterwegs.

00:09:33: Ich kann mich natürlich vorstellen dass da auch natürlich viele Unsicherheiten mitkommen.

00:09:39: ob zum Beispiel gerade nehmen wir das Thema Digitalisierung nochmal rein.

00:09:43: Ich schreibe irgendwas im System.

00:09:45: die Systeme überprüfen geben ja schon auch Feedback und da wird ja auch häufig Technik als Überwachung und Kontrolle empfunden.

00:09:56: Das habe ich oft das Gefühl bei den Mitarbeitern, die im ambulanten Dienst arbeiten mit einer bestimmten Software unterwegs sind wo auch die Routenplanung drüber läuft und die Standortübermittlung.

00:10:08: Und es gibt Einrichtungen die haben gesagt okay wir können das aber wir beschalten das ab Wir überwachen die Mitarbeiter nicht.

00:10:14: andere sagen wir nutzen das weil jetzt da irgendeine Kollegin ausfeld hat ein Unfall Gucken, wer ist in der Nähe?

00:10:21: Wer kann den Patienten noch zwischen schieben unter dem Argument und je nachdem wie man das den Mitarbeitern verkauft wird.

00:10:28: Das auch akzeptiert.

00:10:30: Und ich nehme mal ein Beispiel.

00:10:30: Ich habe einen Kunden gehabt die hatten das vor Jahren schon eingeführt mit der Standortüberwachung aber nicht genutzt und auf einmal kamen die Mitarbeiter immer später mittags von Natur wieder Und ich war denn in einem Tag dort Mittags zum Gespräch mit der PDL und der Geschäftsführerin.

00:10:49: Da ging es um ein größeres Projekt, dann bin ich um die Ecke gefahren durch die Seidenstrasse an der Bäckerei vorbei.

00:10:56: Da standen vier oder fünf Autos und die Mitarbeiter waren Sommer, standen draußen.

00:11:00: Kaffee, Zigarette ... und da bin ich auf den großen Parkplatz beim Hochhaus wo sie residiert haben.

00:11:07: Fall rauf gehen nach oben Und er sagt, ach du bist.

00:11:10: Ich dachte langsam kommen endlich meine Mitarbeiter und ich so naiv, ich sag wieso?

00:11:14: Die stehen um die Ecke!

00:11:16: Da ist ein ganzer Haufen von euch und trinken Kaffee.

00:11:18: Ach ja!

00:11:20: Na?

00:11:21: Und dann haben sie die Überwachung eingeschaltet und da haben die Mitarbeiter gesagt hier... Du schreibst heute weil die hatten so Stempelkarten.

00:11:29: Viertes Stunde zurück.

00:11:31: Wieso?

00:11:31: Du warst da Kaffeetrinken.

00:11:33: das hat einen Mords Aufstand gegeben in der Einrichtung.

00:11:38: Und dann habe ich mit der PDL gesprochen, er sagt das mal auf.

00:11:42: Sie schaltet die wieder ab und sagt den Mitarbeitern sie können ihren Kaffee trinken aber sie sollen das bitte bei der Zeit berücksichtigen beim Eintragen.

00:11:51: gib ihnen die Möglichkeit ehrlich zu sein ohne Überwachung und es hat funktioniert!

00:11:57: Sie hat den Mitarbeiter gesagt pass auf wir haben's wieder abgeschaltet mit der Standortübermittlung Aber ihr könnt Kaffe trinken und die Schlüsse eine halbe Stunde später ringt ist alles egal zieht euch ein Teil von der Arbeit Zeit ab, dass das nicht ich alles bezahlen muss.

00:12:11: Ja

00:12:12: weil da habt ihr ja keine Leistung erwirtschaftet und wenn er dann eine halbe Stunde quatscht ist alles in Ordnung.

00:12:18: Und dann hat es funktioniert.

00:12:19: komischerweise und die hatten so um die fünfundzwanzig Mitarbeiter

00:12:23: Ich glaube nicht komischer Weise weil Wenn wir sehen wenn das der arbeitgeber durchgezogen hätte also das passiert leider sehr häufig Dass man aus schlechten erfahrungen dem anmacht grundsätzlich so ein bis zwei Sachen sehr resolut dann quasi verändert und das auch für alle in der Belegschaft, dass irgendwie als Strafe empfunden wird.

00:12:52: Und das ist natürlich super riskant und nicht wirklich schlau weil Vielleicht kann man einfach einen Schritt zurückgehen, kann reflektieren.

00:13:02: Was kann ich denn verändern?

00:13:03: Kommunikativ wie du es gesagt hast was kann ich vielleicht zusätzlich verändern ohne jetzt Kontrolle und Überwachung einführen zu müssen?

00:13:13: wenn das letztendlich mein letzter Schritt sein muss weil dass dann wieder nicht funktioniert und so weiter ja dann kann ich sagen okay Ich kann's aber vorher ankündigen zu sagen was auf.

00:13:23: ich will das nicht machen.

00:13:25: Wenn ihr weiterhin euch auf meine Kosten quasi eure Kaffeepausen sozusagen eintragt, dann muss ich irgendwie reagieren.

00:13:36: Weil letztendlich legen wir das hier oben oder es geht in meine Tasche und so weiter – das ist nicht fair!

00:13:42: Dann muss sich's einschalten.

00:13:43: Ich will das aber nicht.

00:13:44: Ihr habt es in der Hand.

00:13:45: Und übergibt man die Verantwortung an die Mitarbeiter an der Stelle.

00:13:52: Ich kann mir vorstellen, dass es natürlich auch in den PDL Ausbildungen und so weiter immer auch mal ein Thema ist.

00:13:57: Auch unter den Kollegen.

00:13:59: ja der eine guckt dem anderen auf die Finger und dann denkt man werde ich jetzt von dem überwacht usw.

00:14:07: Was sind denn so die Tipps, die du grundsätzlich den Pflegedienst leitern oder auch den Führungskräften oder den normalen Pflegemitarbeiter mit auf den Weg geht?

00:14:16: wie sie damit umgehen sollen.

00:14:18: Wenn ein Pflegemitarbeiter, nehmen wir den einfachen Mitarbeiter, Opferkraft oder Hilfskraft das Gefühl hat er wird überwacht.

00:14:24: Denn rate ich ihm die zu der Person hin, die dich deiner Meinung nach überwagt und fragt sie du hast das Gefühl Du wirst überwachten ob du einen Grund dafür gegeben hast.

00:14:36: Da würde sich die Leute direkt ansprechen.

00:14:39: meine Frau du kennst ja sagt immer nur dem Sprechenden kann geholfen werden.

00:14:44: Und da kann man sagen, ja ich habe das Gefühl du hast schlechte Leistung gebracht oder es ist eine schlechte leistung.

00:14:49: Ich weiß nicht wer's war Da muss sich hinterher sein.

00:14:52: Oder nein da hörst Du Dich?

00:14:54: Oder oder Man kriegt zumindest ne Reaktion und den Führungskräften rate ich macht eure arbeit transport Rente auch Eure Aufgaben und ihr könnt Ja Sagen Passt auf Leute.

00:15:04: Ihr wisst ich bin für Den Laden Verantwortlich egal was ihr macht.

00:15:09: Deshalb Muss ich ab und zu mal Stichproben machen?

00:15:12: Ich muss mir auf die Dienstpläne gucken, ob korrekt eingetragen ist.

00:15:15: Ich muss mal euch bei der Pflege begleiten usw.

00:15:21: Transparent arbeiten!

00:15:23: Wie du gesagt hast wenn du anfängst und du weißt das es hier üblich Denn bist du eher bereit, das zu akzeptieren, dass du irgendwann das Gefühl hast Wo ist die Kamera die mich auf Schritt und Tritt verfolgt?

00:15:35: Ja

00:15:35: Deshalb Es gibt ja Länder China USA, wo sehr viele Überwachungskameras im öffentlichen Raum sind.

00:15:42: Aber die sind nicht heimlich!

00:15:45: Die sind offen und dadurch ist es kein Problem für die meisten Menschen.

00:15:51: Und sie so haben viel Sicherheit an diesen öffentlichen Plätzen.

00:15:54: Haben wir in Deutschland mittlerweile auch einen Brennpunkten vom Bahnhöfen angefangen?

00:15:58: Ich finde das ganz gut.

00:15:59: Du

00:15:59: weißt ja heute Göttinger Bahnhof sind auch etliche Kameras.

00:16:01: Ja, das finde ich gut.

00:16:03: Sodass man im Nachhinein feststellen kann da hat dir einer deinen Rucksack geklaut Aha.

00:16:09: Ein Gesicht

00:16:11: und... Nicht nur direkt, sondern auch präventiv, glaube ich hilft das sehr viel damit sich auch nachts Frauen wieder dort hin trauen dürfen und so absolut.

00:16:25: Ja.

00:16:25: Und deshalb ist es ja nicht schlimm und ich bin nicht böse wenn du jetzt, du warst früher im Grunde um meinen Auftraggeber Christian, wenn du gesagt hättest, Holger ich komm nicht mal besuchen.

00:16:36: Will mal gucken was du deinem Unterricht treibst.

00:16:38: Hätte ich gesagt herzlich willkommen.

00:16:40: und hätte dann anschließend zu dir gesagt hast Du Verbesserungsvorschlag für mich?

00:16:43: Ja

00:16:44: ja und da ist der wichtige Punkt dass natürlich auch ein bisschen darauf achten muss das natürlich einen Vertrauensbasis da ist.

00:16:53: Wenn ich jetzt zu einem Neutozenten genau dasselbe, also wenn ich dauchen gefahren wäre und hätte mir das angeschaut.

00:17:03: Dann kommt das schnell quasi als Überwachungkontrolle rüber.

00:17:08: ja du weißt bei den Merksarbeitgeber haben wir immer solche Telefonate führen lassen weil uns die AZHV beziehungsweise der TÜV Süd dazu nicht gezwungen hat, aber das war halt Teil des Prozesses.

00:17:25: Unseres Prozess ist eine gewisse Qualität und Sicherung zur Betreuung.

00:17:32: Aber rückblickend und reflektiert betrachtet waren diese Maßnahme nicht glücklich gewählt.

00:17:41: Wir hätten es besser machen können ja viel besser machen.

00:17:45: Bei den Dozenten, wo wir über lange Zeit eben auch Vertrauen aufgebaut haben war das nie ein Problem wie du das jetzt gerade gesagt hast.

00:17:53: Aber grade bei neuen Dozent und bei Dozent die wenig für uns im Einsatz waren, war es natürlich immer wieder ein Problem einen Kritikpunkt zu sagen, vertraut ihr mir nicht?

00:18:02: Und noch da komme ich wieder zurück zu dem Punkt Psychologische Sicherheit.

00:18:06: Die wusste, die waren sich einfach uns nicht sicher.

00:18:10: Hey ist mein Auftrag gäbe?

00:18:12: was passiert jetzt?

00:18:13: Ja, weil wir nicht transparent genug waren.

00:18:16: Was passiert mit dem Feedback?

00:18:17: Was wir rausbekommen sozusagen?

00:18:21: Kürzen wir das noch aufgrund von irgendwelchen Sachen die der Nizent ja überhaupt nicht beeinflussen konnte?

00:18:26: was sagt was sagt eine Empfangskraft und so weiter?

00:18:32: und ein wichtiger Punkt den ich noch finde, den hast du schon angesprochen ist die Art und Weise wie ich Feedback gebe.

00:18:40: Wenn ich Feedback gebe, dann empfehle ich immer quasi eine gewisse Regel einzuhalten.

00:18:50: Und desto häufiger ich das für mich trainiere und verinnerliche, desto einfacher geht es natürlich in die unbewusste Kompetenz überhaupt Ja?

00:18:58: Die Regeln sind drei Ws.

00:18:59: Das bedeutet die Wahrnehmung.

00:19:01: Also was habe ich wahrgenommen In dieses Feedback mit einzubauen?

00:19:08: Wie war die Wirkung auf mich?

00:19:11: Und was mein Wunsch?

00:19:12: Inherm.

00:19:13: Wahrnehmung, Wirkung und Wunsche.

00:19:15: Diese drei Elemente mit einzubauen in das Feedback auch an dieser Reihenfolge und das hilft sehr gut.

00:19:25: Gebe ich dir vollkommen recht Christian weil denn empfinde ich das nicht als Kontrolle sondern ins Unterstützung.

00:19:31: Genau

00:19:32: Weil selbst und Fremdwahrnehmungen ist nun mal unterschiedlich in vielen Fällen Und ich finde, ich habe was toll gemacht und du sagst, die Hygiene war aber mangelhaft.

00:19:42: Erklärst mir das!

00:19:44: Und dein Wunsch?

00:19:44: Wie soll es in Zukunft passieren?

00:19:46: Denn ist das für mich eine konstruktive Kritik.

00:19:51: Du hast mir geholfen.

00:19:52: wie kann ich's besser machen.

00:19:53: Ja und dem Leadership Coaching hat mir Amades mal gesagt und das fand ich ein super wertvollen Tipp.

00:19:59: den will ich gern weitergeben.

00:20:01: Ist immer zu fragen ob derjenige gerade Feedback haben möchte, ihm die Autonomie zu geben.

00:20:09: Zu entscheiden ich will Feedback jetzt haben oder im Momentan bin ich nicht in der Lage Feedback entgegenzunehmen heute nicht.

00:20:18: Strasse Situation bei was nicht so geklappt hat wie er wollte?

00:20:22: Richtig ja vollkommen

00:20:23: richtig.

00:20:24: und wenn ich dann frage hey kann ich dir Feedback geben?

00:20:26: und derjenige sagt nein okay dann ist es heute halt nicht der Fall.

00:20:30: und dann gehe ich am nächsten Tag wieder hin und frage, ich wollte dir gestern Feedback geben.

00:20:34: Da wolltest du das nicht.

00:20:36: Kann ich dir heute Feedback zu XYZ geben?

00:20:39: Und wenn er dann sagt ja, dann starte ich rein.

00:20:42: Wenn er sagt ne, dann

00:20:45: sage ich ihm, wenn du eins haben möchtest

00:20:48: kommen wir auf mich zu.

00:20:49: Genau!

00:20:53: Wenn es darum geht, dass ich mich von einem Kollegen quasi irgendwie überwacht fühle.

00:20:58: Genau das gleiche.

00:20:58: Ich gehe hin und kann mal kurz sprechen.

00:21:01: Ich würde dir gern zu XY eine Rückmeldung geben.

00:21:04: Hast du kurz Zeit?

00:21:06: Ja.

00:21:06: Und wenn er sagt ja dann Mensch wenn du das und das machst nämlich wahr und das wirkt auf mich wie und das werde ich mir wünschen das.

00:21:14: Und ich glaube, dass wir dann, wenn wir das schaffen konsequent so in unser Handeln zu überführen viel, viel bessere Beziehungen aufbauen können.

00:21:22: Genau

00:21:23: und Mitarbeiterbeziehung brauchen wir.

00:21:25: Positiv

00:21:26: auch Kollegen-Beziehungen

00:21:27: natürlich auch also generell das gesamte Team.

00:21:31: Es muss nicht jeder jeden lieben aber ihr müssen ich sage dass so wie es meine freundschaftlichen Umgang miteinander haben ja kollegialfreundschaftlich

00:21:42: Ja

00:21:44: Und jeder dem anderen bereit sein auch zu helfen Unterstützung zu geben.

00:21:49: absolut würde ich so unterschreiben.

00:21:52: Super, dann haben wir das Thema was zugegebenermaßen sehr provokantes Thema war.

00:21:58: und ja wir haben es durch, gut gesagt?

00:22:02: Ja denke ich auch.

00:22:03: Christian!

00:22:04: Ich danke dir für die Einladung in dein Zuhause hier nach Göttingen und tja wir hören uns nächste Woche

00:22:16: Genau

00:22:17: Und nächste Woche nehmen wir's dann wieder Digital auf?

00:22:22: Alles klar.

00:22:23: Dann vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

00:22:26: Bis demnächst!

00:22:29: Vielen Dank, dass ihr heute bei Pflegedialog dabei wart.

00:22:33: Es war uns eine Freude gemeinsam mit euch die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Pflegebranche zu beleuchten.

00:22:40: Wenn Ihr tiefer in die Themen eintauchen möchtet, die wir heute besprochen haben Besucht uns auf Instagram oder TikTok Und vernetzt Euch mit uns.

00:22:49: Werdet ein Teil unserer engagierten Community.

00:22:52: Bis zur nächsten Folge!

00:22:54: Bleibt neugierig, bleibt informiert und gestaltet die Pflege von morgen mit.

00:22:59: Auf Wiederhören.

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