#84 - Pflegewissenschaft endlich anerkannt.

Shownotes

Die Pflegewissenschaft ist jetzt offiziell als eigenständige wissenschaftliche Disziplin innerhalb der Deutschen Forschungsgemeinschaft anerkannt. Warum das ein echter Meilenstein für die Pflege ist und welche Folgen das für Forschung, Versorgung, Ausbildung und politische Entscheidungen haben kann, besprechen Holger und Christian in dieser Folge.

Es geht um fehlende Daten in der Pflege, neue Fördermöglichkeiten, Versorgungslücken im ländlichen Raum und die Frage, warum wissenschaftliche Erkenntnisse in der Pflege dringend gebraucht werden.

Außerdem sprechen wir über:

  • Pflegeforschung im ländlichen Raum
  • elektronische Patientenakte und Patientensicherheit
  • Delegation medizinischer Aufgaben an Pflegefachkräfte
  • Prävention und Versorgungseffekte
  • Fördermöglichkeiten über die DFG
  • die Rolle der Pflege in politischen Entscheidungsprozessen

Eine Folge über die Zukunft der Pflege und darüber, warum belastbare Zahlen und Forschung entscheidend sind, um Versorgung wirklich verbessern zu können.

ShowNotes: DG-Pflegewissenschaft: https://dg-pflegewissenschaft.de/aktuelles/pflegewissenschaft-erstmals-explizit-in-der-faecherstruktur-der-deutschen-forschungsgemeinschaft-dfg-abgebildet/ DFG Webseite: https://www.dfg.de/ Informationen zur ePA: https://www.gematik.de/anwendungen/epa-fuer-alle Informationen zu DFG-Fördermöglichkeiten: https://www.dfg.de/foerderung?utm_source=chatgpt.com

Sozialen Kanäle: https://www.instagram.com/pflegedialogpodcast/ https://www.tiktok.com/@pflegedialog https://www.youtube.com/@Pflegedialog-PodcastClips

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen beim Pflegedialog Podcast.

00:00:02: Deinem neuen Begleiter für alle, die die Pflegebranche hautnah erleben und mitgestalten möchten!

00:00:08: Deine Gastgeber Holger Ohm Lehrer für Pflegeberufe und Pflegeexperte Und Christian Karl Inhaber einer Consulting-Agentur Nehmen dich mit auf eine Reise durch die Komplexe und sich ständig verändernde Welt der Pflege Ob du selbst in der Pflege arbeitest, einen Angehörigen betreust oder einfach nur an den aktuellen Entwicklungen dieser wichtigen Branche interessiert bist.

00:00:31: Hier bist Du richtig!

00:00:32: Nun geht's los mit der Folge.

00:00:34: Viel Spaß dabei!

00:00:41: Ja,

00:00:53: erstmalig ist die Pflegewissenschaft in der Förderstruktur der DFG aufgenommen worden.

00:01:02: Das bedeutet das es wirklich jetzt endgültig als eigenständige wissenschaftliche Disziplin anerkannt ist mit dementsprechend positiven Wirkungen.

00:01:14: Das eine ist die Öffentlichkeitswirkung Christian so möchte ich dass man nennen.

00:01:18: die Sichtbarkeit der Pflegebissenschaften kommt viel stärker zum in voller Grund.

00:01:24: Dann es gibt jetzt gezielte Fördermöglichkeiten für Projekte im Rahmen der Pflegeforschung über die DFG und dadurch sind wir mit der Pflegewissenschaft in einer institutionellen Verankerung an allen hochschönen Unis drin, das ist etwas was bisher noch nicht so der Fall war.

00:01:48: Verschiedene positive Auswirkungen, die da hinten stehen.

00:01:52: Das eine ist Leute, die sich mit Pflegewissenschaft beschäftigen können ihr Studium fördern lassen über Stipendien.

00:02:00: Sie können ihre Habilitation fördern Lassen.

00:02:05: Es können bestimmte anerkannte Einrichtung auf Forschungsprojekte machen Die finanziert werden könnten wenn sie den Richtlinien entsprechen Und das ist etwas, was in der Vergangenheit, Christian, da kannst du glaube ich auch was zu sagen.

00:02:20: Nicht werden.

00:02:21: es so einfach ist dann für wissenschaftliche Projekte im Bereich Pflege da einen Fördertöpfe ranzukommen?

00:02:28: Ja also wir sind ja als Bildungsinstitut jetzt seit einem Jahr auch aktiv dabei gewesen waren auch an der Martin Luther Universität dort zu schrauen weil wir natürlich auch da die wissenschaftlichen Expertise uns vernetzt haben.

00:02:45: Und tatsächlich ist es sehr, sehr schwierig sogar an Fördermittel zu kommen.

00:02:51: Natürlich gibt es einige Fördertöpfe zum Beispiel von der GKV und da wird jetzt derzeitig tatsächlich ein Projekt gefördert wo mehrere Akteure beteiligt sind.

00:03:04: Dann gibt es Fördertöpfe direkt von den Kassen.

00:03:08: Die Techniker-Kasse hat zum Beispiel vor zwei Jahren das Thema Gewaltprävention sich angeschaut, ja?

00:03:17: Also aber im staatsunerben Bereich und dann hört's langsamer auf.

00:03:23: Da ist sehr viel Innovationsforschungförderung da.

00:03:27: Zum Beispiel über ESF-Förderstrukturmittel.

00:03:31: Ist da immer... Etwas sozusagen Hintergrund, wo man irgendeine Innovation entwickeln muss.

00:03:39: Und wenn wir ehrlich sind geht es gerade in dem Bereich, wo wir dann noch forschen wollen also auch als Levento, wo jetzt schon noch unterwegs sind und mehrere Forschungsvorhaben eben auch ausgearbeitet haben.

00:03:51: da geht's im primären nicht darum irgendein mal digitale Innovation oder ein Produkt zu entwickeln.

00:03:58: ja letztendlich soll daraus einfach sollen die Erkenntnisse breit geteilt werden und sollen in die Curriculars einfließen.

00:04:07: Aber es ist jetzt unser primäres Ziel, das ist nicht in irgendeiner Art und Weise dort eine App oder irgendetwas zu entwickeln.

00:04:15: Und da

00:04:16: gibt's

00:04:17: einige Fördertöpfe aber eben gerade was auch Lehre usw.

00:04:20: anbetrifft sind die Fördertöffel leider sehr rar gesehen.

00:04:25: Also klar kann man über gewisse Stiftungen sich bewerben Aber jetzt vom Gesetzgeber gibt es dann nicht so viele Mittel, die man nehmen kann.

00:04:39: Deshalb ist unser Ansatz ehemals zu sagen okay wir wissen auch dass das sehr viel Geld und Kapazitäten sozusagen kostet ja und kapazitäten eben braucht.

00:04:50: und deswegen ist unser ansatz über das Geschäft was schon schwer genug ist und gerade auch der geförderte Bereich, über zum Beispiel das Qualifizierungschancengesetz.

00:05:01: Da arbeitest du ja immer mit Bundeskosten durchschnittsetzen die zwei drei Jahre mal angepasst werden und ansonsten mit deinem normalen Bildungsgeschäft obwohl zu dir halt die Marge raus um solche Forschung haben auch umzusetzen.

00:05:18: weil unser Ziel ist es jetzt als Lior in dem Bereich eben tatsächlich den ländlichen Raum uns anzuschauen, also gerade auf ambulante Versorgung und so weiter.

00:05:29: Weil auch die Bereiche grade was jetzt in großen Städten usw.

00:05:34: ist, die sind ganz gut erforscht.

00:05:37: Aber immer ehrlich sind wo passiert denn gerade in der Pflege?

00:05:41: Auf der Forschungslandschaft?

00:05:42: viel ja bei den Expertenstandards das ist ganz gut geregelt.

00:05:46: aber dass es halt auch angesetzt dort in Biedefeld an der Biedeffell-Paderborn an der Fachhochschule dort, ja dann ist das

00:05:55: dazu.

00:05:56: Das Zentrum-Qualitätpflege so was ne?

00:06:01: Die machen viel aber dann braucht man schon aus der Pflege heraus.

00:06:07: gerade wenn wir jetzt sagen ich war jetzt auch schon mit mehreren Hospizvereinen im Gespräch und ich habe damals gefragt gibt es denn überhaupt mal eine Erkenntnis wie wichtig eure armenamtlichen Arbeiten sind?

00:06:18: also wenn man sieht wie Hospice finanziert werden Und dann, wenn man dann schaut

00:06:25: wie

00:06:25: stark das Ehrenamt in diesem Bereich sozusagen integriert ist und da gibt es einfach überhaupt nicht wirklich Belastbare.

00:06:35: Klar ich will jetzt natürlich

00:06:37: der

00:06:37: Palliativgesellschaft die natürlich auch da gewisse Erkenntnisse hat aber im ländlichen Raum was bedeutet es zum Beispiel für eine ländliche Region?

00:06:48: wenn in dort ansässige Hospizverein seine Arbeit einfach nicht fortführen kann oder nicht genügend Ehrenämter hat, um die Versorgung Begleitung aufrechterhalten zu können.

00:07:02: Was macht das für eine Region?

00:07:05: Die Erkenntnisse gibt es nicht!

00:07:08: Ja und das sind jetzt aber alles Dinge, die theoretisch über die deutsche Forschungsgesellschaft gefördert werden können weil wir jetzt offiziell als eigenständige Wissenschaft und Disziplin bei der DFG anerkannt sind.

00:07:23: Und was da noch hinzukommt, jetzt bei den nächsten Wahlen dort für die Gremien – die Leitungsgremien haben wir Anspruch auf Sitze das heißt Vertreter aus der Pflegewissenschaft kommen dort in die Entscheidungsgrenien mit rein!

00:07:39: Ich habe mal recherchiert, ich habe gefunden die DFG hat schon einmal in den Forschungsprojekt Kommunikation in der Pajativmedizin gemacht.

00:07:51: Nicht Pajativpflege und noch ein Projekt habe ich gefunden aber so andere Sachen die wirklich die Pflege direkt betreffen.

00:08:00: aus Sicht der Pflege oder aus Sicht des Patienten der Bewohnerinpflegeeinrichtung habe ich dann nichts gefunden.

00:08:07: Und die Möglichkeit haben wir jetzt.

00:08:08: Wir wollen uns ja weiterentwickeln, die Pflege und da brauchen wir aber verlässliche wissenschaftliche Daten drüber, die werden nur durch solche Studienprojekte gewinnen können.

00:08:20: Ich kann mich hinstellen, kann sagen Leute, wir haben zu wenig Personal den Bewohnern geht schlecht.

00:08:25: Da sagt jeder Ja das ist überall, ja das ist einfach so!

00:08:29: Aber wenn man mit Konkreten Zahlen ankommen kann mit Auswirkungen, mit Beobachtung wissenschaftlich fundiert.

00:08:37: Dann hat man doch eine ganz andere Aussagekraft wenn man sagt der Personalschlüssel ist zu gering.

00:08:43: Sagen kann das jeder, aber man muss es belegen können mit wissenschaftlichen Aussagen.

00:08:48: was hat das für die Versorgungsqualität?

00:08:50: Was ist mit der Bewohner?

00:08:51: Patientenzufriedenheit?

00:08:54: und das nur ein von vielen Beispiel.

00:08:56: Ich kann mich erinnern, ich habe vor langen Jahren mal in Bayern an der Reaklinik ausgeäufen als Leitungsvertretung und da war es zum Beispiel damals dort so Wundversorgung durch Pflegefachkräfte.

00:09:09: Durch Wundexperten?

00:09:11: Da gab es Freiberufliche!

00:09:13: In Bayern, da war ich ganz erstaunt das kannte ich nicht Und die sind hingegangen haben sagt Dr.

00:09:18: Zum Hausarzt, ich brauche das Rezept für den Dekubitus oder für den Ulcus bei Ihrem Patienten.

00:09:23: dann haben sie das bekommen.

00:09:24: Aber sie haben auch die Verantwortung getragen, dass adäquates Material genutzt worden ist.

00:09:30: Dafür war das bei den Ärzten aus dem Budget raus.

00:09:33: und dann habe ich schon mal einen kennengelernt dieser Bundexperten der auch in die Klinik, in die Reha-Klinik kamen und da Patienten betreut hat, habe ich gesagt wie ist es eigentlich entstanden, dass ihr das machen dürft?

00:09:45: Da sagte er ganz einfach wir waren bereit die Verantwortung zu übernehmen.

00:09:50: Wir haben einen eigenen Honorasatz mit den Kostenträgern ausgehandelt für unsere Arbeit.

00:09:55: Und es gab dort mal eine große Studie, das war Sternberg, München, Rosenheim und noch irgendwo... ...und da hat man festgestellt dass die Versorgungsqualität hochgeht!

00:10:06: Die war aber ärztlich initiiert.

00:10:08: Und die Hausärzte waren raus, die haben's nicht mehr im Budget gehabt, die Bund.

00:10:12: Sie haben zwar die Rezepte offiziell noch unterschreiben müssen, Sie waren in der Verantwortung raus und auch aus dem Budget.

00:10:20: Und das hat man aufgrund damals, ich weiß nicht wie lange das hier ist einer großen Studie gemacht wissenschaftlich.

00:10:27: Das sind so Sachen.

00:10:28: da können wir in der Pflege viel mehr zukunftsorientiert arbeiten unsere Leistungen verbessern.

00:10:34: Christian Wir haben schon im Podcast über die neuen Qualitätsniveaus gesprochen.

00:10:39: Die kann ich festsetzen und kann sagen, so macht man.

00:10:41: Aber ich muss doch gucken ist das zielführend?

00:10:44: Und das kann ich durch wissenschaftliche Studien begleitend jetzt nach der Einführung mit einer hohen Aussagekraft machen!

00:10:53: Ja, ich gebe dir noch ein Beispiel.

00:10:55: Das ist eine Sache.

00:10:56: wo wir uns jetzt gerade mit beschäftigen ist das Thema EPA also elektronische Patientenakte.

00:11:02: und jetzt lasst uns mal viel Medikation anschauen.

00:11:06: ja also wie hoch oder ist die ist der Vorteil wenn mehr an diesem Verfahren teilnehmen, einem ehepaar Verfahren teilen und ist eher barrierefrei genug.

00:11:19: Also barrierenfrei heißt ja irgendwo wissen sehr viele breit schon dass es die elektronische Patientenakte gibt.

00:11:29: ich meine jetzt seit wenn ich das jetzt richtig weiß zwanzig fünfundzwanzig hat man das sozusagen etabliert.

00:11:40: Wie breit ist es jetzt schon verankert und was für Wirkung hat das?

00:11:46: Welche Linksfaktoren fehlen noch, damit das wirklich zu einer Reduktion also zu einer besseren Patientenversorgung führt?

00:11:55: oder Thema TI.

00:11:59: Ist die Ausgestaltung der TI so wie sie jetzt ist über Ziel führen?

00:12:04: weil mein Kenntnisstand ist dass immer noch sehr holprig ist, sage ich jetzt mal Gelände gesagt.

00:12:12: Sich da erst einmal überhaupt einwählen zu können über die Modems und so weiter, die dann erforderlich sind und so ja?

00:12:20: Das sind halt alles Punkte, die sind.

00:12:23: also viele Einrichtungen sagen Ja das ist halt jetzt vorgeschrieben wir setzen das mal um aber wenn ich jetzt schwarz auf weiß bekomme was es auch für erhöhte Kosten im Nachgang für einen zum Beispiel ambulanten Dienst mit sich bringen.

00:12:37: Wir sprechen immer auch im Bereich der BAP, ja?

00:12:40: Sprechen wir von einer Endbürokratisierung und Effizienzgestaltung – aber mal ganz ehrlich!

00:12:48: Wir wissen jetzt stand heute noch nicht welche Leistungen sozusagen auf die Pflegefachpersonen Pflegefachkräfte übertragen werden sollen.

00:12:58: Aber nehmen wir mal nur das Beispiel Wundversorgung, weil du es jetzt gerade angesprochen hast was ja ein diskutierter Bereich ist und dann müssen wir gucken wie sieht denn damit der Patienten Sicherheit aus?

00:13:13: Nur, dass ich das jetzt auf die Pflege übertrage und unsere Gesundheitsministerin sagt.

00:13:17: Die Pflege ist schon breit so ausgebildet, dass sie viele Sachen übernehmen können.

00:13:22: wie es überhaupt mit der Bereitschaft der Pflege das übernehmen zu wollen?

00:13:27: Weil mit Übernahme der Verantwortung wir kennen das ja aus den Leitungsfortbildungen, Durchführungsverantwortung Delegationen

00:13:35: usw.,

00:13:37: nur weil sich die Verantwortung übergebe heißt es nicht, dass die Menschen auch bereit sind sofort zu tun.

00:13:43: Und das ist halt auch ein Punkt, wo man sagen muss okay wie beeinflusst das denn letztendlich?

00:13:49: Die Struktur innerhalb eines, sagen wir mal ambulanten Pflegedienststationären einer stationären Einrichtung?

00:13:55: und was hat es für Folgen letztendling für die Patientensicherheit und für die Patientenversorgung.

00:14:04: Unbedingt, unbedingt.

00:14:05: Also es muss einfach geschaut werden und was entstehen dort für wirkliche N-Bürokratisierungsdynamiken?

00:14:12: Also habe ich dadurch weniger?

00:14:15: Bürokratie oder vielleicht sogar noch mehr.

00:14:17: Was ist denn?

00:14:18: Ich habe jetzt meine Fachkräfte, wie hoch geht denn die Fortbildungsbelastung noch?

00:14:27: Also was muss ich denn jetzt noch mehr machen damit sie überhaupt auf das Niveau kommen ja, die Kompetenzen zu haben diese Durchführungsverantwortung a übernehmen zu wollen und dann auch übernehmen können?

00:14:40: also wir sprechen hier von Tätigkeiten Ja, die ja normalerweise sozusagen bis jetzt Ärzte verordnen.

00:14:49: Und jetzt sage ich über das in einer gewissen sozusagen Ausprägung auf die Pflege.

00:14:54: Jetzt kann ich doch aber nicht erwarten dass alle Pflegekräfte egal wie lange sie schon in der Pflege sind was sie für eine Berufserfahrung haben sondern nur rein mit dem Berufsabschluss pflegefach mann pflegefach v?

00:15:06: Ries aus des Masses

00:15:07: für geeignet feste an!

00:15:09: Das geht ja gar nicht, das heißt ich muss sehr zwangsläufig die wieder auf Fortbildung schicken.

00:15:15: Ich meine es ist jetzt logischerweise für uns als Bildungsinstitut ein ganz ganz wichtiger Fakt was da jetzt passiert weil wir natürlich auch schauen okay was braucht's dann für Curriculas?

00:15:27: Also wie können wir das umsetzen?

00:15:30: und Und dann musst du aber auch schauen, was hat es für gelingensfaktoren?

00:15:36: Damit das auf wirklich eine Verbesserung der Patientensicherheit und Versorgungserfolge hat.

00:15:44: Das sind so Themen mit denen wir uns gerade auch tatsächlich beschäftigen plus auch Präventionsthemen.

00:15:51: Es gibt ja auch da in dem BAP sozusagen den Bereich dass die Prävention besser umfangreicher gefördert werden sollen, aber auch das muss sozusagen angeschaut werden.

00:16:03: Sie sehen es jetzt in den sechsten Sechzig Maßnahmen die wir in den Sonderfolgen thematisiert haben dass jetzt beispielsweise wieder Maßnahmen verabschiedet werden sollen so muss man das ja sagen die tatsächlich Prävention zurückfahren mit Teilweise der Begründung, sie waren effektlos.

00:16:24: So warum waren Sie vielleicht effektlose?

00:16:27: Vielleicht gab es einfach keine sozusagen genaue Erkenntnis außer Es kostet Geld oder

00:16:34: man hat es nicht generell gemessen.

00:16:37: Naja mein ich ja das meine ich als.

00:16:39: Man kann ja zum Beispiel es geht auch um das Hautkrebs screening Man kann ja sagen, wie viele Fälle Hautkrebs haben gehabt bevor das Screening eingeführt worden ist.

00:16:49: Das es die Kasse übernommen hat und wieviel danach im Verhältnis immer zur Bevölkerung?

00:16:54: Da hat man schon mal eine erste Zeit, da brauche ich keine wissenschaftliche Studie, die eine gewisse Aussage gekauft hat.

00:17:00: Habe ich weniger oder habe ich mehr gehabt?

00:17:02: Das wäre ja schon mal eine Möglichkeit gewesen.

00:17:05: Und wenn ich das jetzt wissenschaftlich begleitet hätte, dann könnte man sagen Ja, das hat hundert-achtzig Millionen gekostet im Jahr als Beispiel Wir haben aber nur was weiß ich zehn Patienten gehabt und da haben wir das.

00:17:19: und dass.

00:17:20: und wenn wir die denn später erkannt hätten, hättest du dir in die Behandlungskosten durchschnittlich gehabt?

00:17:24: Das hätte man alles in Relation setzen können, wenn man es wissenschaftliche begleitete.

00:17:29: Und das ist ja jetzt unser Vorteil, dass wir da bei der DFG komplett vollständig anerkannt sind.

00:17:36: Dass wir solche Projekte die uns in der Pflege betreffen, die du angesprochen hast dafür sorgen können, dass es Leute gibt, die das wissenschaftlich untersuchen und die denn feststellen okay, es hat sich die Versorgungsqualität verbessert bei Bunden nehmen wir mal an Aber die Kosten sind auch um acht Prozent hochgegangen.

00:17:54: Jetzt ist die Frage, denn kann der Gesetzgeber oder der Verantwortliche entscheiden?

00:17:58: Ist mir diese Qualitätssteigerung acht Prozent wert oder nicht?

00:18:02: Oder fahre ich das wieder runter?

00:18:04: Das sind Entscheidungen, die man entfressen kann.

00:18:06: aber dann hat man Fakten Zahlen, Daten, Fakte.

00:18:10: alles andere geht aus dem Bauhaus.

00:18:12: momentan

00:18:13: Ja also Gibt es für mich kein Veto, das ist ja der Grund warum wir keine Akademie oder keine Schule gegründet haben.

00:18:22: Sondern eben tatsächlich ein Bildungsinstitut weil uns das unfassbar wichtig ist nicht nur auf Bildungsebene sondern weil wir sagen Mensch es fehlt einfach in vielen Bereichen an Erkenntnissen die wirklich wichtig sind und da Egal mit welchem Akteur ich auch da ins Gespräch komme, ja.

00:18:45: Ja, auch die Alzheimer-Gesellschaften machen viel ohne Frage, ja?

00:18:51: Ohne Frage!

00:18:52: So und es gibt auch sehr, sehr gute Fachgesellschaften, die auch sehr viel machen, aber auch da wie du schon saerst, palliativ, die deutsche Gesellschaft palliatif Medizin macht sehr viele in den medizinischen Bereich Ballungsgebiete bezogen und das lässt sich auf dem ländlichen Bereich nicht übertragen.

00:19:18: Die Struktur ist eine andere, die Akteure sind andere und ich finde es ist auch dann wichtig für die Arbeit wie du schon sagst innerhalb solcher Gremien oder eben auch bei sozusagen Entscheidungsträgern auf Landeskreisebene sage ich jetzt mal oder Bundeslandebene zu sagen hey guckt mal hier Hier haben wir eine Studie selbst gemacht, hier habt ihr alles sozusagen, die sind wir wissenschaftlich vorgegangen.

00:19:45: Also dass das alles looten rein ist.

00:19:47: aber schaut doch bitte mal her!

00:19:50: Wir haben hier eine Deckelung zum Beispiel... Arzt, Ärzte eben nicht mehr da sind oder wir die nicht mehr sozusagen die Versorgung nicht absichern können.

00:20:01: Das hat zur Folge und dann hat man die Kosten hinten raus kann man errechnen.

00:20:06: Kann man sagen wenn ihr das so beibehaltet kostet es insgesamt so viel mehr und belastet uns auf den und den Faktoren noch viel mehr?

00:20:15: Und das führt zu einer Abwanderung.

00:20:18: ja und das sind doch wichtige Fakturen

00:20:20: habe ich ein schönes Beispiel Christian Bekannte, die halb in Ägypten-Heib in Deutschland lebt.

00:20:27: Ältere Dame, seventy vier ist sie.

00:20:30: Die wohnt im ländlichen Bereich so eine Stunde von Stuttgart weg.

00:20:34: Er hatte ein kardiologisches Problem – akut!

00:20:38: Nicht so akut für Notarzt oder Rettungsdienst.

00:20:41: aber ein Problem?

00:20:43: Der Hausarzt zwanzig Kilometer wegsagt du musst zum Kardiologen.

00:20:47: Der nächste Kardiologe war siebenundsebzig Kilometer entfernt, die damals kein Auto.

00:20:53: Es fanden dort in ihrem Ort keinen Bus.

00:20:56: Die musste das selber bezahlen mit dem Taxi und zurück hat es bei der Krankenklasse beantwortet.

00:21:02: Er hat gesagt ne, hättest du zum Kardiologen in der Nähe gehen können?

00:21:06: Da hat sich gesagt nennen wir mal bitte ein!

00:21:07: Es gibt doch wirklich keinen.

00:21:10: Ich habe dann als ich drück in Deutschland war mir das angeguckt.

00:21:13: Sie hat recht gehabt.

00:21:15: Ich wäre bei der Krankenklasse im Widerspruch krank, aber das sind so Sachen.

00:21:18: Die Krankenkasse weiß noch nicht mal dass es da kein Kardiologen gibt!

00:21:22: Dass das wirklich der nächste Kardiologe ist und das in Deutschland... ich war entsetzt Christian.

00:21:28: Es wären Knaus dar gewesen, aber dann hätte sie nicht hingehen dürfen.

00:21:34: Und da saß du völlig richtig.

00:21:36: und nicht nur dadurch, dass es eine Förderung, also jetzt eine erhöhte vielleicht auch Fördermöglichkeiten gibt für Institutionen dort auf was zu machen.

00:21:46: Sondern es gibt einfach eine größere breitere sozusagen auch Anerkennung der Studienergebnisse.

00:21:52: Das ist aber ein wichtiger Punkt.

00:21:54: ja mit solchen Fachgesellschaften Einher geht und das finde ich noch wichtig Dass wenn man sozusagen in solchen Fachgesellschaften auch sozusagen organisiert ist, hat man eine gewisse Qualitätsstandard.

00:22:09: Also ich spreche hier gerade im Bereich Forschung und... Entwicklung, wenn man das mal so zusammenfasst ist halt das Thema, also gerade auch im Pflege das Thema Ethik-Kommission und so ganz wichtig.

00:22:20: Also wir haben auch ein Ethikkodex, ein standardisiertes Vorgehen wie sowas abläuft weil es einfach notwendig wichtig wird.

00:22:27: Weil alles geprüft was beantragt wird an Studien

00:22:32: arbeiten?

00:22:33: Genau!

00:22:33: Es hat dann auch eine vergleichbare Qualität.

00:22:36: Man kann sagen okay die Studien die sozusagen durchgeführt wurden Lobby beauftragt und für auf ein Ziel hin, sondern es geht halt.

00:22:46: Das ist durch gewisse echte

00:22:47: Ergebnisse, wo nicht von vornherein versteht was kommt bei raus?

00:22:51: Genau genau so und das ist glaube ich auch noch mal ein sehr wichtiger Faktor.

00:22:57: Und gerade die Anerkennung innerhalb der DFG ist halt dadurch ein wirklich großes ein großer Mayenstein.

00:23:05: tatsächlich Darf die deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaften wirklich sehr stolz sein, dass sie das jetzt auch geschafft haben.

00:23:16: tatsächlich?

00:23:17: Wurde höchste Zeit.

00:23:18: Aber wir kennen ja wie es in Deutschland läuft.

00:23:20: Das dauert manchmal aber es hat geklappt und da können alle wirklich wie du sagst stolz drauf seien.

00:23:26: Und ich fordere alle auf die in dem Bereich Interesse haben erkundigt euch wenn ihr interessante Themen habt Gucken kann man da ein Projekt draus machen, wo wichtige Erkenntnisse für andere herauskommen.

00:23:45: Ja, ich

00:23:53: mache... Ich gebe auch den Link zur deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaften mit rein.

00:23:58: Na weil das ist doch eine Ehe die Gesellschaft und da kann man als nicht juristische Person Mitglied werden.

00:24:05: Es gibt einmal Fördermitglieder, das sind dann sozusagen Institution

00:24:09: etc.,

00:24:09: und dann gibt es aber aktive Mitglieder, wer sich jetzt einbringen will na?

00:24:13: Wer sagt, das finde ich so geil!

00:24:15: Da will ich irgendwie auch mal aktiv dabei sein.

00:24:19: Gibt's eben aktive Mitgliedschaften.

00:24:23: Ich gucke mal direkt nach, das war wirklich überschaubar.

00:24:26: Tatsächlich die aktive Mitgliedschaft im Jahr, ich bin ein aktives Mitglied und wenn ich jetzt in einer Weiterbildung bin oder Studierender oder Auszubildende, dann sind es ca.

00:24:42: € und kann aber aktiv eben auch da diese Entwicklung sozusagen mitunterstützen.

00:24:51: Ja, so.

00:24:52: Also auch das pack ich mal an die Schurnutz.

00:24:55: Super!

00:24:55: Danke Christian, weil das ist wie für unsere jungen Kollegen und Kolleginnen, die da vielleicht noch in der Ausbildung im Studium sind oder Interesse haben, da wissenschaftlich etwas zu machen.

00:25:08: Wie gesagt gibt auf Stipendien über die DFG alles Mögliche.

00:25:13: Cool!

00:25:13: Können wir uns sagen, sind wir durch für heute?

00:25:15: Ja, nämlich auch Christian.

00:25:17: Wenn noch Magen sind... Schaut euch die Webseiten an, könnt uns fragen stellen.

00:25:21: Soweit ihr können beantworten wir sie gerne.

00:25:23: liebe Zuhörer!

00:25:25: Genau in diesem Sinne.

00:25:26: vielen Dank für deine Zeithäuber.

00:25:28: angenehre gesund und wir hören uns nächste Woche zu einer weiteren Folge des Pflegedialog-Podcasts.

00:25:34: bis dahin ciao

00:25:36: ciao!

00:25:37: Vielen

00:25:37: dank dass Ihr heute bei pflege dialog dabei wart.

00:25:41: es war uns eine Freude gemeinsam mit Euch die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Pflegebranche zu beleuchten.

00:25:48: Wenn ihr tiefer in die Themen eintauchen möchtet, die wir heute besprochen haben, besucht uns auf Instagram oder TikTok und vernetzt euch mit uns.

00:25:57: Werdet ein Teil unserer engagierten Community!

00:26:00: Bis zur nächsten Folge – bleibt neugierig, bleibt informiert und gestaltet die Pflege von morgen mit.

00:26:07: Auf Wiederhören.

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