#76 - Kultursensible Pflege

Shownotes

In dieser Folge sprechen Christian und Holger über kultursensible Pflege in Deutschland. Ihr hört, wo Konflikte im Alltag entstehen: beim Essen, bei Körperpflege und Intimsphäre, in der Kommunikation und im Umgang mit Angehörigen. Holger teilt Beispiele aus Einrichtungen und Schulungen, von Sprachkarten bis Onboarding, und zeigt, warum Haltung, Respekt und klare Kommunikation entscheidend sind. Ihr bekommt konkrete Ansätze, wie du als Einrichtung Konflikte reduzierst, Pflegequalität steigerst und Bewohner wie Mitarbeitende besser unterstützt.

ShowNotes: Sozialen Kanäle: https://www.instagram.com/pflegedialogpodcast/ https://www.tiktok.com/@pflegedialog https://www.youtube.com/@Pflegedialog-PodcastClips

Transkript anzeigen

00:00:00: Christian Karl Herzlich willkommen zu einer Folge des Pflegedialog-Podcasts. Heute geht es um kultursensible Pflege und um Situationen, die in vielen Einrichtungen jeden Tag passieren: Essen, Intimpflege, Sprache, Angehörige. Holger zeigt 4 typische Konfliktfelder und erzählt Beispiele, die wehtun, aber nötig sind. Wir sprechen darüber, warum Haltung oft wichtiger ist als Faktenwissen, und du bekommst Ideen, wie du das in deiner Einrichtung praktisch besser machst. Also lehn dich zurück und viel Spaß bei der Folge.

00:00:29: Speaker 2 Willkommen beim Pflegedialog-Podcast, deinem neuen Begleiter für alle, die die Pflegebranche hautnah erleben und mitgestalten möchten. Deine Gastgeber, Holger Ohm, Lehrer für Pflegeberufe und Pflegeexperte, und Christian Karl, Inhaber einer Consulting-Agentur, nehmen dich mit auf eine Reise durch die komplexe und sich ständig verändernde Welt der Pflege. Ob du selbst in der Pflege arbeitest, einen Angehörigen betreust oder einfach nur an den aktuellen Entwicklungen dieser wichtigen Branche interessiert bist: Hier bist du richtig. Nun geht's los mit der Folge. Viel Spaß dabei.

00:01:05: Christian Karl Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Pflegedialog-Podcasts. Hallo Holger.

00:01:09: Holger Ohm Hallo Christian, hallo liebe Zuhörer.

00:01:11: Christian Karl Ja, heute haben wir mal ein Thema mitgebracht, was ich immer wieder auch in Dozentengesprächen innerhalb der letzten Monate gehört habe, und was mir immer gesagt wird, dass es da auch noch nicht so viele, also so viele sprechen da jetzt nicht aktiv drüber. Deswegen bin ich ganz froh, dass wir uns das Thema heute mal anschauen wollen, und zwar geht es um kultursensible Pflege, ja. Und du hast ja schon auch in mehreren Podcastfolgen, wir haben ja auch schon ein bisschen was dazu gemacht hast du ja schon gesagt, okay, wo gibt's denn kulturelle Unterschiede, ne? Also du hast viel auch deine Erfahrung aus Indien, Ägypten und so weiter, China, glaube ich, noch dazu und so, schon erzählt, wie's in den Ländern ist. Und jetzt wollen wir aber in dieser Podcastfolge mal das Thema aufgreifen: Wie ist es denn hier bei uns, kultursensible Pflege? Holger, was sind deine Gedanken dazu?

00:02:04: Holger Ohm Ja, ich sehe da erstmal 4 Problemfelder, wo Konflikte entstehen können. Das eine Mal sind die Essgewohnheiten. In unterschiedlichen Ländern gibt es unterschiedliche Essgewohnheiten, ich sag mal koscher, al-'lail, diese Begriffe, vegetarisch. Das heißt, die Ernährung, die in stationären Pflegeeinrichtungen zum Beispiel angeboten wird, ist in der Regel nicht darauf ausgerichtet. Und das führt denn zu Unzufriedenheit und Ablehnung von Seiten der Bewohner, Bewohnerinnen.

00:02:34: Christian Karl Ja.

00:02:34: Holger Ohm Dann der Bereich Körperhygiene. Also in vielen Ländern ist es nicht üblich, dass vom anderen Geschlecht Körperpflege durchgeführt wird. Und das ist in Deutschland gar nicht so unüblich, weil wir Deutschen sind da etwas, ich sage mal, offener. Wenn ich pflegebedürftig bin und mich eine Schwester waschen würde, das würde mich nicht stören. In anderen Ländern ist das ein großes Problem.

00:02:58: Christian Karl Ja.

00:02:58: Holger Ohm In anderen Kulturen und Religionen. Dann gibt es auch unterschiedliche Waschrituale. Zum Beispiel viele Menschen aus muslimischen Ländern oder aus Indien und China, die waschen sich vor und nach dem Toilettengang die Hände. Bei uns ist es üblich, nach dem Toilettengang zu waschen, und das wird sehr lax, so nenne ich das mal gehandhabt. Das sehe ich immer an eigenen Erfahrungen, wenn ich auf der Raststätte bin und mal ein Bedürfnis habe.

00:03:26: Christian Karl Ja.

00:03:26: Holger Ohm Dann natürlich ein ganz wichtiges Problem ist die Kommunikation. Wir haben viele Mitarbeiter aus anderen Nationen, die bei uns im Gesundheitswesen arbeiten, ganz tolle Menschen, aber oft mit großen Sprachbarrieren.

00:03:39: Christian Karl Ja.

00:03:40: Holger Ohm Und wenn mich ein Bewohner nicht versteht, was ich ihm sage, kommt es zu Missverständnissen, kommt zu Ablehnung, zu Aggression.

00:03:47: Holger Ohm Und der nächste Punkt sind die, ja, ich nenne es mal Angehörigenkonflikte. Die Erwartungshaltung der Angehörigen auch in Deutschland ist schon oft nicht übereinstimmend mit dem, was eine Pflegeeinrichtung bieten kann. Das klafft sehr weit auseinander. Und bei anderen Kulturen ist das noch viel stärker oft verbreitet. So nach dem Motto: Dann muss doch eine Schwester rund um die Uhr für meinen Vater oder meine Mutter da sein. Und das sind so die 4 Problemfelder, die ich sehe.

00:04:17: Christian Karl Ja.

00:04:18: Holger Ohm Es gibt da viele gute Projekte, um dagegen anzugehen, dass diese, ja, Konflikte gar nicht erst entstehen, und es gibt weniger gut geeignete Modelle.

00:04:29: Christian Karl Ja.

00:04:29: Holger Ohm Ich habe zum Beispiel in Norddeutschland in einem Krankenhaus Praxisanleiter Mentoren ausgebildet, und da haben wir in der Arbeitsgruppe Konzepte erstellt für die interkulturelle Pflege in diesem Krankenhaus.

00:04:44: Christian Karl Ja.

00:04:45: Holger Ohm Wo wir zum Beispiel Sprachkarten erstellt haben in verschiedenen Sprachen, mit Bildern kombiniert.

00:04:51: Christian Karl Ja, was waren das für Sprachkarten?

00:04:53: Holger Ohm Das war über Dinge, die im Krankenhaus wichtig sind. Sie müssen heute nüchtern bleiben. Dann war Essen aufgemalt, so durch. Und es war in der Sprache, wir haben es in Chinesisch, Arabisch, Spanisch, es war noch eine Sprache, ich glaube Italienisch. Also in diesen Sprachen haben, weil wir auch Teilnehmer aus den Nationen hatten, zukünftige Praxisanleiter, haben wir da so Karten erstellt. Die wurden denn kopiert, laminiert und wurden denn da eingesetzt. Das fand ich sehr hilfreich.

00:05:24: Christian Karl Ja.

00:05:24: Holger Ohm Es gibt einen anderen Kunden von mir, der macht ein sogenanntes Onboarding mit der Kultur. Das heißt, bevor die überhaupt auf die Bewohner losgelassen werden, die haben immer eine größere Anzahl, die machen zum Beispiel ein Onboarding, wo man die deutsche Kultur, deutsche Werte und Normen vorstellt und die aber auch ihre vorstellen dürfen, die Pflegemitarbeiter. Und so ist das ein Win-Win für die Pflegemitarbeiter, für die Bewohner, weil die deutschen Mitarbeiter werden auch informiert über die Besonderheiten, ich sage mal, bei christianischen Christen, was ist da besonders, oder bei Moslems aus Ägypten oder aus Syrien, was ist da für ein Unterschied, dass man dementsprechend mit denen umgehen kann.

00:06:07: Christian Karl Ja.

00:06:07: Holger Ohm Also das sind ganz hilfreiche Projekte. Andere Projekte sind, dass es zum Beispiel, ja, Integrationslotsen gibt. Das ist aber für die Mitarbeiter, aber was ist da mit den Bewohnern oder Patienten? Das ist das große Problem.

00:06:22: Christian Karl Da hätte ich jetzt nämlich meine nächste Frage gewesen. Da sind jetzt viele Konzepte, die vorwiegend auf die Integration der Mitarbeiter ausgelegt sind, aber weniger auf die der Klienten, Bewohner, Patienten ausgelegt sind. Was würdest du denn sagen, wenn du das Gewicht zwischen Haltung, du hast jetzt auch viele Sachen erzählt, die haltungsbezogen sind, und/oder Fakten, also Wissen über die Kulturen? Wie würdest du das Verhältnis wichten, was ist wichtiger?

00:06:53: Holger Ohm Es ist beides sehr wichtig, aber die Grundsätze der Kulturen, der Religionen, die sollte jeder Pflegemitarbeiter kennen. Und dann kann man gucken, ist da ein Moslem, Mann, dem es nichts ausmacht, weil gerade kein Pfleger da ist, wenn eine Schwester die körperliche Grundpflege übernimmt?

00:07:12: Holger Ohm Das kann man dann im Einzelfall ja erfragen, aber man weiß erstmal, kann man hingehen, kann sagen: "Herr, ich nenne ihn mal Imologu, es ist gerade kein Pfleger da. Ist das in Ordnung, wenn ich sie wasche, oder wollen Sie bis heute Nachmittag warten, da wäre der Pfleger Holger da?"

00:07:28: Holger Ohm In der Kommunikation. Man weiß, es ist nicht üblich in dem Glauben, dann geht man hin und sagt: "Das können wir zurzeit nicht gewährleisten, du darfst dir aussuchen, warten oder akzeptieren." Da ist Haltung drin und da ist Grundkenntnisse über die Kultur und ihre Werte und Normen, beides zusammen.

00:07:47: Christian Karl Ja. Na, ich würde sagen, gerade wenn ich jetzt mal konzeptionell denke, wenn ich jetzt über ein Konzept nachdenken müsste, würde ich tatsächlich bei der Haltung, weil das andere ist Wissen, das kann ich irgendwo niederschreiben, ja, ich glaube, dass die Haltung auch, die muss erstmal stimmen bei vielen Mitarbeitern.

00:08:04: Holger Ohm Die muss bereit sein dazu.

00:08:06: Christian Karl Genau. Also die Haltung muss stimmen. Ich würde sogar sagen, so, ja, ich würde in der Gewichtung 80/20 sehen. 80 Prozent ist Haltung. Das sind so Themen wie Respekt, Würde und so weiter, ja.

00:08:20: Holger Ohm Habe ich ein Negativbeispiel?

00:08:22: Christian Karl Ja.

00:08:23: Holger Ohm Ein muslimischer Bewohner im Rollstuhl, während einer Schulung hatten wir auch Pause, durften uns da im Buffet, hatten die so aufgebaut, Brötchen schmieren, stehe ich da hinter dem Herrn im Rollstuhl. Es war zu erkennen vom Aussehen, er ist ja kein Deutscher, hatte auch einen ausländischen Namen, weil die Pflegekraft ihm denn geantwortet hat.

00:08:42: Holger Ohm Der hat gesagt: "Ich möchte gern ein Brötchen, ist das Geflügelsalami?" Ja, natürlich ist das Geflügelsalami, Herr, sowieso. Und das war, ja, türkischer Name, glaube ich, also zumindest. Und an der Fragestellung merke ich: Aha, muslimisch.

00:08:56: Christian Karl Ja, logisch.

00:08:58: Holger Ohm Und er hat dann sein Brötchen, kriegt auf den Schoß gepackt, auf dem Teller, ist abmarschiert, bin ich ran, ich wollte auch Salami essen, gucke drauf, war Schweinesalami, weil es noch in der Packung drin war. Und da habe ich dann nur geguckt und habe die angesprochen, der merkt das doch eh nicht, war die Antwort der Mitarbeiterin in der Einrichtung.

00:09:17: Christian Karl Genau, und deswegen ist Haltung so wichtig.

00:09:19: Holger Ohm Genau.

00:09:19: Christian Karl Deswegen ist Haltung so wichtig.

00:09:21: Holger Ohm Ich würde sagen, tut mir leid, Herr Imologu, das ist leider Schweinesalami. Ich habe für Sie Käse da, das da, das da.

00:09:29: Christian Karl Genau.

00:09:30: Holger Ohm Aber auch ich habe ein Haus, die haben mehrere Bewohner in Baden-Württemberg, wo ich jetzt das erste Mal mehrere Tage war, letztes Jahr im Herbst, die haben massive Probleme mit der Verpflegung für diese Bewohner, weil es gibt 4 bis 5 Tage die Woche Fleisch, fast immer Schweinefleisch, mal Geflügel. Und wenn es kein Fleisch gibt, so Fisch, und die Alternative ist immer nur ein gemischter Salat.

00:09:55: Christian Karl Das ist nicht wirklich gut.

00:09:56: Holger Ohm Und ich habe dort mehrere Bewohner ausländischer Herkunft gesehen, und die sind auch wohl Moslems dabei gewesen, 2 oder 3, in dem Haus. Die lassen sich von ihren Angehörigen essen bringen. Ich meine, die Leute zahlen dafür, auch fürs Essen.

00:10:11: Holger Ohm Und da muss ich eben mal in den sauren Apfel beißen, wenn es ein bisschen mehr Umstände, ein bisschen mehr Zeit kostet, muss ich eben dementsprechend Schweinefleisch los auch mal einmal mehr Geflügel anbieten, dass ich mal so ein Hähnchensteak oder was da mehr mache und so weiter. Aber das nur gemischter Salat oder ein Eintopf, der oft mit Fleischbrühe gemacht wird, und ob das immer Rindfleischbrühe ist, weiß ich auch nicht. Das ist keine gute Alternative.

00:10:37: Christian Karl Ja, und vor allem nicht ausgewogen, das muss man einfach dazu sagen.

00:10:41: Christian Karl Lass uns dann noch mal kurz auf das Thema eingehen, kultursensible Pflege direkt beim Patienten. Da hast du ja schon gesagt, okay, da gibt es natürlich kulturelle Unterschiede bei dem Thema Intimpflege und so weiter.

00:10:54: Christian Karl Welche Stolpersteine oder Fallen siehst du denn da konkret sozusagen? Ich denke da so an Schamgrenzen, die verletzt werden könnten, aber eben auch, ja, okay, Standards sozusagen, die da ja in einem entsprechenden Gegensatz stehen.

00:11:15: Holger Ohm Da muss ich natürlich dazu sagen, meine Erfahrung lehrt mich leider, dass das nicht nur bei anderen Kulturen ist, die ein anderes Reinheitsbedürfnis haben, sondern dass auch gerade im Intimbereich die Körperpflege bei den normalen deutschen Bewohnern sehr vernachlässigt wird. Also da finde ich keinen Unterschied, dass generell einfach, ich weiß nicht, ob das das Schamgefühl auch der Mitarbeiter ist, dass er, der junge Pfleger nicht traut, dem Opa Holger da die Vorhaut zurückzuziehen und da drunter mal sauber zu machen.

00:11:46: Holger Ohm Ich weiß von vielen Schulungen im Krankenhaus, da habe ich auch Fotos gesehen, die die Dokumentation gemacht haben, wie schlecht der Intimbereich gepflegt war. In einem Haus habe ich eine Dame mitgeholfen, denn zu versorgen, eine Vaginalspülung zu machen, weil sich die nicht getraut haben, die Mitarbeiter. Das war voll vereitert.

00:12:03: Christian Karl Ja, schlimm.

00:12:05: Holger Ohm Ja, warum war das vereitert? Egal, wo der Keim herkam, aber es ist erst erkannt worden, als wirklich die halbe Gebärmutter voll war. Und dann sollten sie Vaginalspülung machen, vom Arzt angeordnet, und haben sich nicht getraut. Da habe ich denen das gezeigt als Dozent in dem Haus. Also das fand ich sehr erschreckend.

00:12:24: Christian Karl Ja, und das verstehe ich, das verstehe ich gut. Das verstehe ich gut. Lass uns noch mal zurück zu dem kultursensiblen, also wirklich die kulturellen Unterschiede. Was würdest du sagen, was gibt es denn insgesamt bei in der kultursensiblen Pflege noch für Stolperfallen, die wir dann, ja, womit wir täglich oder die Pflegekräfte dann täglich irgendwie?

00:12:45: Holger Ohm Ja, bei zum Beispiel muslimischen Glauben mit der Ausübung des Glaubens, wenn die das noch möchten. Sie sind befreit, wenn sie alt und krank sind, von diesem 5-mal-Gebet. Aber zum Beispiel, sie können auch im Bett beten, aber das muss Richtung Mekka ausgerichtet werden. Zum Beispiel, das finde ich auch dann, da achtet kein Mensch drauf. Ist da Osten, ja, ja, der Bewohner hat ja keinen Kompass, wo er das denken kann. Der glaubt das, und es stimmt gar nicht. Also das sind Sachen, da muss man sich wirklich in Zukunft immer mehr Gedanken drüber machen, weil das sind Menschen, die genauso Anrecht auf Respekt haben wie ein Deutscher.

00:13:24: Christian Karl Unbedingt, unbedingt, unbedingt. Und siehst du da irgendwie Lösungsansätze, die ich als Einrichtung, als Pflegedienstleitung schon einleiten sollte?

00:13:39: Holger Ohm Ja, ich kann die Mitarbeiter regelmäßig auf die Konfliktpotenziale hinweisen und Lösungsansätze, wie gehe ich damit um? Wie das Beispiel, dass ich gesagt habe, tut mir leid, Herr Müller, es folgt kein Pfleger da, wollen Sie bitte warten oder kommt noch ein Angehöriger oder darf ich das ausnahmsweise heute machen? Solche Dinge, das ist so Alltagsgeschehen.

00:14:01: Christian Karl Ja, und wenn wir noch mal auf das Beispiel mit dem Essen. Also bei dem Kunden, wo du jetzt bist, beziehungsweise da, wo das Thema mit der Salami war, wie sind deine Erfahrungen? Gibt es denn Standardfragen zu dem Ernährungsthema in den Anamnesebögen, die darauf konkret sozusagen zurückzuführen sind?

00:14:20: Holger Ohm Ja, die gibt es. Ein Großkunde von mir, da habe ich den Bogen, das sind 4,5 DIN A4-Seiten, eng geschrieben mit Fragen, und da ist bestimmt eine halbe Seite zur Ernährung und Flüssigkeit, Vorgieben, Abneigung und so weiter.

00:14:36: Holger Ohm Da können die ankreuzen, muslimische Kost, Halal und vegetarisch, vegan, aber es wird nicht angeboten. Das ist eine große Kette. Da ist der Speiseplan ja einheitlich in der Kette, zumindest nach Bundesländern oder großen Regionen.

00:14:55: Holger Ohm Und wenn da jemand jetzt zum Beispiel vegan ist, der ist aufgeschmissen, und das sind ja nicht nur andere Kulturen vegan.

00:15:01: Christian Karl Absolut, absolut.

00:15:03: Holger Ohm Und das finde ich traurig, dass man dennoch nicht mehr in der Lage ist, wenn man das weiß, ich habe jetzt Leute, die kommen damit nicht zurecht, das ist nicht ausreichend, dass man denn sagt, das können wir hier nicht gewährleisten, müssen die Angehörigen leisten.

00:15:16: Holger Ohm Das habe ich auch von Leitungskräften gehört oder Küchenleitungen. Ich habe ein anderes, wo Mitarbeiter und Bewohner auch aus anderen Kulturen kommen. Der eine Koch, ich glaube, ist der Zweitkoch dort, der kümmert sich, wenn er im Dienst ist, speziell um die Leute und macht denen extra irgendwas, zaubert der immer zurecht.

00:15:34: Holger Ohm Das sind zwei muslimische und eine Halal, Koscher fast. Und jetzt kommt es, wenn man mal individuell fürs ganze Haus guckt, wenn ich jetzt drei Moslems habe, was spricht dagegen, dass muslimische Kost auch die anderen Bewohner essen an dem Tag?

00:15:50: Christian Karl Das sind andere Gewürze, also das kann jedem schmecken, wenn man Rindfleisch oder Gülle isst. Ja,

00:15:56: Holger Ohm kann natürlich den anderen Bewohnern genauso gut schmecken. Absolut. Das meine ich. Aber das geht bei diesen großen Ketten nicht, weil die nicht selber entscheiden dürfen, was es zu essen gibt. Doch, sie dürfen es bei dem Kunden, den ich jetzt habe, einmal im Monat dürfen sie Wunschkost planen, müssen sie vier Wochen vorher anmelden, was sie dazu brauchen, und dann kriegen sie die Zutaten von dem großen Großlieferanten denn schickt.

00:16:18: Christian Karl Spannend. Also das ist wirklich spannend, weil da müssen sich natürlich gerade die größeren sozusagen Einrichtungsketten, wenn sie das noch nicht wirklich auf dem Schirm haben, definitiv mal mit beschäftigen, weil sie werden das ja für die Zukunft ändern müssen.

00:16:34: Holger Ohm Sie müssen es, aber ich glaube, sie sehen die Notwendigkeit nicht. Ich habe den Leitungskräften dort gesagt, ja, was sollen wir machen, die Zentrale? Ich sage ja, da müsst ihr denen sagen, Leute, die haben einen Anrecht drauf, ausreichend ausgewogene Ernährung auch nach ihrer Kultur zu bekommen.

00:16:50: Holger Ohm Denn nur einmal die Woche Hühnchen oder alle zwei Wochen und den Rest gibt es Salat, Nudeln. Ich sage ja, das ist auch nicht Sinn der Sache. Aber ja, wir haben da keinen Einfluss drauf.

00:17:02: Holger Ohm Ich sage doch, wenn eine Einrichtungsleitung sagt, Leute, wir haben einen medizinischen Dienst, wir haben eine Eimeraufsicht, und die sagen, wir müssen da auch ausgewogene Ernährung anbieten, für die brauchen wir extra, weil wir denn extra kochen. Oder erstellt uns einen Plan ohne oder nur selten Rindfleisch, Schweinefleisch.

00:17:21: Christian Karl Ja, oder man hat halt einfach von vornherein konzeptionell sozusagen das berücksichtigt. Da muss ich halt gerade in so einer größeren.

00:17:29: Holger Ohm 2, 3 Gerichte anbieten.

00:17:31: Christian Karl Genau, so ist es. Bei dem Thema Intimpflege oder Waschung, Grundpflege und so weiter, da wird es ja schon gut aushelfen, wenn man von Anfang an auch fragt, wer darf sozusagen Waschung vornehmen.

00:17:44: Holger Ohm Wäre das in Ordnung? Habe ich ein Beispiel aus dem ambulanten Bereich hier in Göttingen, ein bekannter von uns Freund, dem seine Mutter ist pflegebedürftig, Oberschenkel, Halsbruch und so weiter, leicht dement. Die stammen auch aus dem arabischen Kulturkreis, muslimisch, sehr streng. Und dann trafen die einen Pflegedienst. Da habe ich zwei Empfehlungen abgegeben, hier aus Göttingen, und er hat sich die einbestellt, und beide haben gesagt, sorry, wir können nicht immer garantieren, wir haben auch junge Männer, und morgens müssen die auch ihren Dienst schieben, sorry. Da hat er gesagt, gut, dann probieren wir aus, wenn nicht, ich mache das Geschäft ja erst um 11 Uhr, macht er, glaube ich, seinen Schmuckladen auf, dann muss meine Frau das machen. Und siehe da, die freut sich, wenn die jungen Männer kommen, die Dame.

00:18:34: Holger Ohm Da ist es auf einmal, weil die kommt immer in Dienstkleidung, weiß, mit so einem Jäckchen im Winter drüber. Er sagt, die ist geschlechtsneutral, der Mann, für meine Mutter.

00:18:43: Christian Karl Ja, in der Wahrnehmung.

00:18:44: Holger Ohm In der Wahrnehmung. Und auch der Vater, den stört das nicht.

00:18:47: Christian Karl Perfekt, super.

00:18:49: Holger Ohm Also auch das geht.

00:18:51: Christian Karl Und wir haben ja in vielen Kulturkreisen unterschiedliche Rollen, Familien, Muster. Wie würdest du dieses Thema gerade bei der kultursensiblen Pflege einschätzen?

00:19:05: Holger Ohm Ja, Männer als Bewohner und Frauen als Pflegekräfte ist oft ein Potenzial, weil ich nenne das mal, Schwester Rabiata kommt, sagt, Sie müssen jetzt Ihre Pillen nehmen. Dann sagt er, wir reden Sie mit mir, weil derjenige das nicht wusste, dann Frauen ihm Anweisungen geben. Das ist leider in vielen anderen Kulturen so, dass das da nicht üblich ist, dass der Mann noch sozusagen der Chef der Familie ist, Oberhaupt, und der entscheidet alles Wichtige, und er lässt sich von den Frauen nichts sagen.

00:19:39: Holger Ohm Aber es ist nicht mehr so oft. Früher, vor 10, 15 Jahren, war das Problem, glaube ich, noch größer. Vielleicht liegt es daran, dass das Leute sind, die jetzt auch schon längere Zeit in Deutschland gelebt haben, weil ich habe jetzt bei der Flüchtlingswelle mitbekommen, dass das wieder ein größeres Problem war, als Frau Merkel gesagt hat, wir schaffen das vor Corona-Jahre. Da war das mal wieder sehr hoch geflaggt, weil dort auch viele alte Menschen kamen, die nur ihre Kultur kannten und noch nicht die deutsche.

00:20:06: Christian Karl Ja, wobei denen, so wie du es gerade gesagt hast, finde ich das auch in Deutschen gegenüber sehr respektlos.

00:20:12: Holger Ohm Ja, natürlich. Also wenn ich Pflegefachkraft bin und du bist jetzt arabischer Scheich und liegst da als mein Patient, dann, und ich bin Frau, dann erwarte ich trotzdem, dass du meinen Aufforderungen Folge leistest, weil ich will es ja, dass es dir gut geht.

00:20:27: Holger Ohm Die sagen jetzt, musst du dein Tablett nehmen oder gib mal dein Bein oder einen Popo her, ich muss den Verband erneuern. Und dann würde ich auch sagen, sag mal, spinnst du, ich will dir helfen, warum machst du jetzt so ein Theater? Das ist, der Respekt muss auf beiden Seiten da sein.

00:20:40: Christian Karl Ja, die Frage ist jetzt natürlich auch, gerade in anderen Kulturkreisen ist ja Pflege, das hast du ja schon mehrfach in dem Podcast irgendwie auch schon erzählt, anders organisiert.

00:20:51: Holger Ohm Das ist meist Familiensache, Pflege.

00:20:54: Christian Karl So, und das ist ja auch eigentlich dann ein Thema. Also wenn die jetzt in Deutschland dann von einer wildfremden oder einem wildfremden sozusagen am Anfang noch gepflegt werden, aber sie es eigentlich überhaupt so nicht kennen, dann ist das ja auch erstmal Misstrauen, was komplett da ist.

00:21:11: Holger Ohm Es gibt es auch oft, habe ich auch schon mitbekommen, dass Angehörige das machen, weibliche, wenn eine Frau im Altenheim ist, dass sie denn kommen, die Töchter oder Enkelkinder. Das erlebe ich auch gelegentlich.

00:21:24: Christian Karl Und du hattest schon einmal im Podcast ein Beispiel mit, ich glaube, ich weiß, kriegst du mir nicht, mit Vietnamesen gesprochen, die Mitarbeiter waren, die darauf gewartet haben, dass sie immer wieder Aufträge bekommen. Das heißt, da ging es eben um verbale und nonverbale Kommunikation, die einfach in der Einrichtung nicht komplett korrekt waren.

00:21:46: Holger Ohm Da fehlte das Wissen über die Kultur der Vietnamesen bei den Vorgesetzten und Kollegen. Genau.

00:21:52: Christian Karl So, und wie würdest du jetzt, also wie würdest du das jetzt einschätzen, was die Kommunikation und nonverbale Kommunikation jetzt in der kultursensiblen Pflege sozusagen für Stolperfallen mit sich bringt und was wären die wirklichen Lösungen an der Stelle?

00:22:06: Holger Ohm Erstmal die Besonderheiten der nonverbalen Kommunikation kennen. Beispiel Bulgarien oder Indien, da ist ein Nein, was bei uns Ja heißt, also den Kopf nicken. Die Inder, wenn die Ja sagen, die schaukeln den Kopf hin und her. Ich kann das nicht nachmachen, wie so ein Halbkreis, wo der Kopf immer hin und her.

00:22:26: Christian Karl Halbmund.

00:22:26: Holger Ohm Halbmund, das heißt bei denen Ja. Das sind so Kleinigkeiten in der nonverbalen Kommunikation, Besonderheiten, die man wissen muss. Verbeugung bei Asiaten, wie tief und so weiter, wie überreicht man etwas. Da kann ich nicht sagen, gib mal deine Hand her, mach die Pillen rein, würde ein Chinesen nicht nehmen.

00:22:46: Christian Karl Ja, und hast du das schon mal erlebt oder gehört, dass dann einfach irgendwie Mitarbeiter in der Pflege, könnte ich mir vorstellen, ich habe es selber nicht erlebt, Mitarbeiter in der Pflege dann einfach sagen, ja nee, die sollen sich halt an uns anpassen?

00:22:58: Holger Ohm Ja, das höre ich sehr häufig fest, ja. Aber warum müssen die sich anpassen? Wenn du weißt, dass wir viel jetzt in Ägypten leben werden, mitten zwischen muslimischen Menschen, da muss ich mich auch anpassen. Da kann ich nicht halbnackt rumlaufen und meine Frau mit einer durchsichtigen Bluse da rumlaufen. Das geht einfach nicht.

00:23:22: Christian Karl Ja, da rennst du bei mir offene Türen ein. Ich finde das.

00:23:24: Holger Ohm Ich passe mich da an. Auch die Höflichkeitsformen, wie ältere begrüßt der einen Hand aufs Herz, Merhaba, das ist eine arabische Begrüßung für ältere Menschen, das ist eine Respektsbezeugung.

00:23:34: Christian Karl Ja, aber ich finde, man kann nicht erwarten.

00:23:36: Holger Ohm Sagen, ey Alter.

00:23:37: Christian Karl Ja, du hast recht, klar. Wir passen uns natürlich an, wenn wir ins Ausland gehen, aber ich finde es schon auch nicht richtig, dass, wenn jetzt Pflegekräfte sagen, ich habe jetzt zum Beispiel einen muslimischen Bewohner oder Bewohnerin und ich erwarte von denen, dass sie sich anpassen müssen. Das finde ich nicht, das finde ich nicht richtig. Da habe ich ein sehr, sehr großes Störgefühl, weil ich irgendwie finde, dass das nicht okay ist.

00:24:05: Holger Ohm Ja, ich werde ja in Ägypten auch nicht meine Herkunft verleugnen. Ich werde dort Bratkartoffeln essen oder andere Verhaltensweisen. Genau wie meine Frau, du weißt, sie raucht, was da bei Frauen in Ägypten absolut unüblich ist. Wenn wir bei unseren Freunden sind, raucht sie auch. Das wird aber von denen sogar respektiert.

00:24:23: Christian Karl Ja, und ich finde es einfach auch nicht okay, einfach aus dem Grund, dass mir vielleicht irgendetwas nicht passt an den Menschen. Also ich möchte, weil es für mich vielleicht angenehmer ist, weil ich meinen Speiseplan nicht umändern muss, weil ich nicht auf das achten muss, etc. Deswegen habe ich quasi die Haltung, da müssen die sich halt anpassen.

00:24:43: Holger Ohm Ja, und das ist ein Fehler, Christian. Das sind von uns Abhängige. Und das nutze ich dann aus, wenn ich sage, friss oder stirb. Entschuldige meine Ausdrucksweise. Entweder isst du die Schweinesalami, sonst gibt es gar nichts.

00:24:57: Holger Ohm Das kann ich nicht. Ich erwarte auch, ich esse in Ägypten bei der muslimischen Kost auch nicht alles. Buttergurk, diese bitteren Gurken, esse ich überhaupt nicht. Und wenn die die mir anbieten, sage ich danke, nein. Und das wird respektiert. Weil ich sage, das ist nicht mein Favorit, das mag ich nicht, ist das in Ordnung?

00:25:17: Christian Karl Ja, und ich finde, du hast da was sehr, sehr Wertvolles gesagt, und zwar hast du gerade das Wort respektiert verwendet. Ich finde, wir sollten unseren Respekt eben einfach nicht verlieren, auch wenn es mal unbequemer wird.

00:25:28: Holger Ohm Nicht immer alles bequem sein für uns.

00:25:31: Christian Karl Ja, und letztendlich würden wir uns halt, wir wissen noch nicht, wie es in 10, 15, 20 Jahren aussieht, wo wir uns dann sozusagen aufhalten werden. Und vielleicht sind wir dann auch darauf angewiesen, dass jemand mit uns respektvoll umgeht. Und dann finde ich, können wir das einfach hier als Haltung für uns auch integrieren, dass wir sagen, nee, wir tun egal, aus welchem Kulturbereich derjenige kommt, unser Möglichstes, dass er sich auch wohlfühlen kann und respektiere.

00:26:00: Holger Ohm Was will denn, Christian? Wir sind Dienstleister. Wir leisten Dienst an Menschen gegen Entgelt. Und dann, das ist ein Kunde für mich. Wenn der Kunde sagt, ich möchte kein Schwein, ich möchte nur Hühnchen oder vegetarisch, dann sage ich, jawohl, lieber Kunde, und kümmere mich darum, dass er das bekommt.

00:26:18: Holger Ohm Wenn er sagt, bitte nicht böse sein, die Frau Imoluglu, ich möchte eine Schwester haben, sage ich, ist in Ordnung, aber es kann etwas dauern, ist das für Sie in Ordnung? Das ist für mich Respekt. Auch wenn ich jetzt die Arbeit habe, rumtelefonieren im Haus, welche Schwester hat Zeit, kann mal kommen, dann der Bewohnerin sagen, ja, es kommt nachher Schwester Jacqueline, aber die hat noch zu tun, das dauert mindestens eine Stunde. Das ist für mich doppelte Arbeit, natürlich, aber dafür werde ich bezahlen.

00:26:48: Christian Karl Ja, und ich glaube, wir haben hier wieder den Punkt, dass Kommunikation einfach so, so wichtig ist. Da in dem Fall quasi zu den Kunden, Patienten, Klienten oder eben auch im Mitarbeiterbereich, logischerweise ist Kommunikation unfassbar wichtig. Und selbst wenn die Sprache da noch nicht auf dem Level ist, wo man das benötigt, ob das jetzt bei Mitarbeiter oder bei dem Patienten ist, dann muss ich eben, du hast ja das vorhin mit Sprachkarten sozusagen erwähnt, ja, dann muss ich mir überlegen, wie kann ich das für meine Einrichtung umsetzen, dass ich diese.

00:27:20: Holger Ohm KI-Kopfhörer mit Übersetzung.

00:27:23: Christian Karl Ja, zum Beispiel.

00:27:23: Holger Ohm Es gibt tausend Möglichkeiten. Es gibt Software jetzt für die Altenheime, Medifox, DAN mit KI. Da kann ich in meiner Heimatsprache reden, ob das immer sinnvoll ist. Und in der Pflegedokumentation steht es auf Deutsch. Und so kann ich auch mit dem Patienten reden, ich auf, was weiß ich, Chinesisch und der auf Deutsch. Und es wird uns beidseitig übersetzt. Ist alles möglich.

00:27:45: Holger Ohm Vielleicht ja nicht dadurch auch, durch das Zuhören und so weiter auch die Fremdsprache, also als Chinese denn Deutsch. Und der Deutsche kriegt sogar ein paar chinesische Wörter mit. Also es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten, aber wir müssen grundsätzlich dazu bereit sein.

00:27:59: Christian Karl Haltung.

00:27:59: Holger Ohm Ja, Haltung. Ich habe jetzt für eine Bekannte, die in meinen Urlaub nach Italien fährt, auch diese Übersetzungskopfhörer geholt. Die ist auch schon älter, die ist 67. Habe ich 14 Euro für bezahlt, funktionieren 1A. Wir haben es ausprobiert in mehreren Sprachen.

00:28:16: Holger Ohm Das ist also auch keine Investition mehr, um einfach die Kommunikation zu verbessern oder so ein paar Bildkarten herzustellen für ein Krankenhaus, wenn da nicht gerade Mitarbeiter aus der Sprache kommen, dass man dann so Sprachkarten mit den wichtigsten Fragen-Antworten hat. Das ist doch überhaupt kein Problem heutzutage.

00:28:36: Christian Karl Sehe ich übrigens genauso. Ich finde, wir sollten uns an der Stelle eben einfach bewusst machen, dass das eine Investition in die Zukunft sein wird. Ich darf nicht die Kosten an der heutigen Stelle sehen, das kostet mich jetzt, zahle X, sondern ich muss sehen, dass es eine Investition in die Zukunft ist. A für meine Belegschaft, also für die Mitarbeiter, aber als auch für meine Kunden, Klienten und Patienten.

00:29:04: Holger Ohm Was für eine Pflegequalität steigt.

00:29:06: Christian Karl Genau. Und das muss ich einfach, so muss ich die Haltung auch annehmen und darf es nicht als Kosten in der heutigen Zeit sehen. Okay, wir werden aus meiner Sicht, werden wir natürlich das Thema nochmal im Laufe des Jahres aufgreifen, weil ich finde, dass wir das Thema gerade, was kultursensible Pflege anbetrifft, häufiger auch integrieren sollten. Vielleicht finden wir da auch nochmal einen Experten, der über das Thema mit reinkommt in den Podcast. Ansonsten würde ich sagen, sind wir durch für heute. Und ja, bewertet uns auf Spotify, auf YouTube und schickt uns super gern auch eure Erfahrungen, die ihr gemacht habt. Vielleicht habt ihr Projekte, wo ihr sagt, da ich arbeite hier in einer Einrichtung, die das mit sehr, sehr würdevollen und in einer sehr würdevollen und respektvollen Art macht, dann schickt uns das bitte super gern, weil wir würden gern auch dann in einer der nächsten Folgen diese Einrichtung und das Konzept entsprechend auch benennen und würden sagen, was machen sie so gut und so weiter.

00:30:15: Christian Karl Oder würden dich dann auch hier zum Podcast einladen, dass du darüber mal sprichst, was ist da so würdevoll dran, etc. pp. Genau, in diesem Sinne, Holger, danke für deine Zeit.

00:30:26: Holger Ohm Ich danke dir, Christian, und auch an die Zuhörer für ihre Geduld.

00:30:29: Christian Karl Ja, und dann bis zur nächsten Woche zu einer neuen Folge des Pflegedialog-Podcasts.

00:30:35: Holger Ohm Ciao.

00:30:36: Speaker 4 Vielen Dank, dass ihr heute bei Pflegedialog dabei wart. Es war uns eine Freude, gemeinsam mit euch die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Pflegebranche zu beleuchten. Wenn ihr tiefer in die Themen eintauchen möchtet, die wir heute besprochen haben, besucht uns auf Instagram oder TikTok und vernetzt euch mit uns, werdet ein Teil unserer engagierten Community. Bis zur nächsten Folge, bleibt neugierig, bleibt informiert und gestaltet die Pflege von morgen mit. Auf Wiederhören.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.